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Die Flut vom 3.Mai 2001

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"Land unter" im Ortsteil Bahnhof 

ImageIn den Abendstunden des 3.Mai 2001 entlud eine sogenannte Wetterzelle innerhalb kurzer Zeit ihre gesamte Wasserlast (man schätzt mehrere Millionen Tonnen) über dem Gebiet der Stadt Ahlen. Ein ganzes Stadtviertel, die Bergarbeitersiedlung 'Kolonie', stand fast komplett unter Wasser. In Vorhelm trat das Wasser aus den Kanälen und überflutete Gebiete im Ortsteil Bahnhof. Eine Gedenktafel am Zaun des Hauses Alte Ladestr.24 erinnert an den Wasserstand.

   Siehe auch Wikipedia: Wie entstehen Gewitterzellen

Sehen Sie auf den folgenden Seiten, wie der Vorhelmer Ortsteil Bahnhof überflutet wurde.


 

ImageIm Ortsteil Bahnhof stieg das Wasser innerhalb von Minuten aus der Kanalisation und überflutete Straßen, Häuser und Gärten. Am schlimmsten traf es die tiefstgelegenen Anwohner, hier am Abzweig Bosenberg. Die Bahnunterführung "Bosenbergbrücke" (links im Bild) wurde fast 3 Meter hoch überflutet.  Autos versanken in den schlammigen Fluten. Zum Glück kamen keine Menschen zu Schaden.


 

ImageDie Alte Ladestraße wurde zwischen der Einmündung Eichendorffstraße und der Bosenbergbrücke komplett geflutet und war bis in den frühen Morgen hinein unpassierbar. Die jenseits der Bahn wohnenden und arbeitenden Menschen mußten die Bahnlinie überqueren, um zu ihren Häusern zu kommen.


 

ImageDie Gärten der Häuser Alte Ladestrasse 24-28 und Eichendorffstraße waren zum Teil komplett überschwemmt. Der Garten des Hauses Alte Ladestrasse 26 steht ca. 40 cm hoch unter Wasser. Ein im Garten platzierter Kaninchenstall (links hinter der Tanne) steht zum Glück auf Stelzen und rettet dadurch die Tiere vor dem Ertrinken.

Image


ImageDas Wasser drängte mit Gewalt in die Grundstücke und stand dort bis zu 50 cm hoch. Hier wurden Garagen überflutet sowie die Keller bzw. Erdgeschosse der Häuser.


 

ImageTrotz eilig eingerichteter Flutschutz-Versuche drang das Wasser in die Keller ein. Dieser Eingang ist eine ganz normale Kellertür, die Lampe links neben der Tür hängt in ca. 2 m Höhe vom Boden. Dieser Keller wurde 1,60 hoch unter Wasser gesetzt.


 

ImageBei der Überflutung der Keller entstand hoher Sachschaden. Wie man hier sieht (Aufnahme entstand kurz nach dem Abpumpen des Wassers) stand der Heizkessel samt elektronischer Steuerung komplett unter Wasser. Kessel und Elektronik sowie andere Nebengeräte wurden völlig zerstört. Der Sachschaden allein in diesem Keller betrug 40.000,00 DM (heute 20.000 €), da auch Kühltruhe, Waschmaschine, Wäschetrockner, Möbel und andere Einrichtungsgegenstände reif für den Schrott waren.


 

ImageVorräte wurden aus ihren Regalen und Vorratsbehältern gespült, eingelagerte Kleidungsstücke, Werkzeuge, Spielgeräte und anderes Haushaltszubehör lagerte plötzlich "schwimmend".

 

 

 

 

 

ImageZurück blieben verschlammte, verdreckte, aufgequollene und stinkende Möbelreste. 


 

ImageNur nicht den Mut verlieren. Die Versicherung zahlt nicht (weil Naturereignis), jedoch es gab Hilfen von der Stadt (kostenlose Container) oder man konnte den Verlust steuerlich geltend machen.

Den Anwohnern blieb nur eins: Ärmel hochkrempeln, Container bestellen und den Müll beiseite schaffen. Dieser Bewohner der Alten Ladestraße nahm es mit Humor: "Es hat auch einen Vorteil: So aufgeräumt war unser Keller noch nie!"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ImageNie wieder !

Kurze Zeit nach der Flut ergriff ein Bewohner eine Sofortmaßnahme: Die Kellerfenster wurden mit einer "Flutsicherung" versehen.

 

 

ahlen-vorhelm.de