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Archiv bezahlt, Mühle schuldenfrei

Geschrieben von Christian Wolff

Eine durchweg positive Bilanz zog der Heimatverein Vorhelm bei seiner Jahreshauptversammlung am Dienstagabend im Hotel Witte. Drückte im Vorjahr noch der Rechtsstreit um den historischen Dorfkalender auf die Stimmung, so hatte der Vorsitzende diesmal fast ausnahmslos gute Nachrichten zu verkünden.

Schriftführer Peter Fliegener, Vize-Vorsitzender Willi Bücker und Kassierer Ludwig Schulze Everding (v.l.) lauschten dem Jahresbericht des Heimatvereins-Chefs Willi Wienker (stehend). Foto: Christian Wolff „Unser Dorfarchiv in der Alten Mühle ist bezahlt, die letzte Überweisung gerade erfolgt“, sagte Willi Wienker sichtlich zufrieden. „Damit ist das Gebäude mit allen unseren Investitionen nun schuldenfrei.“ Überhaupt werde der Rundbau stark frequentiert – von Vereinen, Besuchergruppen und Brautpaaren. „Wir haben jetzt schon wieder neun Anmeldungen für Trauungen in der Mühle.“ Und so erhielt das Team, das die Räumlichkeiten regelmäßig für Hochzeiten schmückt, ein besonderes Lob.

Für Applaus sorgte die Nachricht, dass der Ahlener Heimatförderkreis dem Heimatverein Vorhelm sechs Steine, die Bronzetafeln mit Wibbelt-Sprüchen zieren, als Schenkung überlässt. Deren bisheriger Standort auf dem Galgenberg erachteten die Verantwortlichen als nicht mehr geeignet, hieß es. Wie bereits in der Sitzung der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände (IG VVV) abgesegnet, sollen die Steine auf die drei Ortsteile Dorf, Bahnhof und Tönnishäuschen verteilt werden, um sie mit einer Rundroute zu verbinden. Der Startpunkt im Dorf werde zusätzlich mit einer Erklärtafel der Firma Warnke versehen, berichtete Wienker. Durch Mittel der Sparkassenstiftung für Ahlen, Sendenhorst und Drensteinfurt sind die Objekte bereits beim Steinmetzbetrieb Magera aufgearbeitet worden. „Die Aufstellung ist auch schon bezahlt“, freute sich der Vorsitzende.


"Wir haben schon wieder neun Anmeldungen für Trauungen in der Mühle"

Willi Wienker, 1.Vorsitzender des Heimatvereins


Eine weitere Aufwertung erfährt das Hellbachdorf spätestens im August, wenn das Denkmal für den ältesten belegbaren Vorhelmer Wulfbert eingeweiht wird. Pastor Hermann Honermann erläuterte noch einmal die Intention dieses Projekts und warb um Spenden, denn der Heimatverein könne das Werk des Ennigerloher Bildhauers Wolfgang Lamché nicht alleine finanzieren. „Wer etwas geben möchte, kann sich gerne an mich oder das Pfarrbüro wenden“, sagte der Geistliche. Der Heimatverein stelle bei Bedarf auch Spendenquittungen aus.

Die einzige schlechte Nachricht des Abends, die Sturmschäden am Mühlendach und am Portal zur Wibbelt-Kapelle, war im Grunde auch kein Beinbruch: „Wir haben die Zusage der Dachdeckerfirma Krain, dass hier in Kürze Abhilfe geschaffen wird“, so der Vorsitzende. Die Dachentwässerung an der Grabkapelle des Heimatdichters soll ebenso saniert werden.

Im Protokoll von Peter Fliegener muss nur ein Buchstabe geändert werden, wie Franz Schaffer wünschte. Der war im Text nämlich als „Franz Scheffer“ aufgeführt. Der Kassenbericht von Ludwig Schulze Everding bot ebenfalls keinen Anlass zur Besorgnis. „Wir hatten einige große Brocken zu verarbeiten, aber wir sind nicht ins Minus geraten“, hielt er fest.

In einer Schweigeminute erinnerten die Heimatfreunde an die verstorbenen Mitglieder Gerda Düchting, Helmut Huesmann, Helmut Krainski und Lothar Otterstedde. Nur einen Tag vor der Versammlung war das Vorhelmer Urgestein Hugo Angsmann verstorben.

az logoAhlener Zeitung, Bericht: Christian Wolff

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